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1) Ein Abend

 

Die Angel zuckte. Konzentrische Kreise bildeten sich auf der Wasseroberfläche. Kinoa reagierte und zog mit der kleinen Kurbel den Fisch aus dem See.

"Hey, der letzte Sporenfisch!" rief sie. Sie nahm den zappelden Fisch vom Haken und lief zurück zum Lagerfeuer und zum Zelt.
"Endlich. Dann sind wir ja für heute fertig." brummte Lumena und rieb sich die Augen. Es war tiefste Nacht. Drei Stunden hatte Kinoa Sporenfische geangelt und Lumena gebracht zum kochen. Auch diesen hielt sie ihr hin.
"Hier, mach du. Ich kann das nicht."sagte sie und drehte den Kopf zur Seite während Lumena den Fisch nahm und erschlug. Danach nahm sie ihn aus, spießte ihn auf einen kleinen Stock und hielt ihn ins Feuer. Die zuckenden Flammen warfen unheimliche Schattenmuster in ihr Gesicht...

"Ich verstehe nicht wie du das so einfach fertig bringst." sagte und Kinoa und setzte sich neben die Orkin, die die Kunst des Jagens beherrschte und einen Pesteber gezähmt hatte. Er schlief hinter ihr, an Lumenas Rücken gelehnt.
"Was ist so schwierig daran? Es ist nur ein blöder Fisch..."
"Ja, aber auch ein Fisch ist ein Lebewesen."
"Ja und es ist unser Auftrag diese zu töten, zu braten und ins Lager zubringen. Also wird das auch gemacht."
"Ja aber ...du bist doch eine gewissenhafte..."
"Nein..."unterbrach sie Kinoa und drehte sich brummig zu ihr um.
"...gut. Dann aber eine Jägerin. Du hast doch auch eine besondere Bindung zu Tieren und betrachtest sie nicht nur als Essen!"
Die Orkin atmete tief aus und schaute wieder ins Feuer.
"Schon mal nen Jägergesehen der sich einen Sporenfisch gezähmt hat?"
"Nein, natürlich nicht, aber..."
"Also!"
"Also solltest doch auch du alles Lebendem mit Respekt gegenübertreten!"
Die Orkin betrachtete Kinoa einen Moment lang mit vor Staunen offenen Augen. Dann furzte sie...
"Ich habe gerade meinen treusten Begleiter angefurzt. Meinst du er fühlt sich jetzt verletzt und verlangt mehr Respekt von mir?!"
Einen Moment lang herrschte Stille. Dann lachten beide.

"Nein, nein, dass glaube ich kaum. Der stinkt auch so schon nach Verwesung!"
Als das Gelächter verklang starrten sie beide ins Feuer. Kinoa grinste dabei.

"Ich finde dich in manchen Dingen noch immer zu weich Kinoa."
Kinoa zwinkerte und blickte zu Boden.
"Ich weiß..."
"Ich meine, du hast Karazhan und Gruul überlebt, aber kannst keinen Fisch töten?"
"Das waren Monster, Lumena. Außerdem habe ich Gruul zum Beispiel nicht getötet sondern nur die Verwundeten geheilt. Das ist etwas anderes."
"Ja, aber du warst in Not. Wir waren alle in Not. Zum Glück hattest du andere dabei. Was machst du wenn nu du allein den Auftrag hier bekommen hättest?"
"ich weiß nicht. Vielleicht gar nichts..."
"Nichts? Den auftrag von unserem Bund nicht erfüllen?Du bist mit dem Eintritt in den Nightring eine Bindung eingegangen und wenn der Rat der Gründer einen Auftrag hat, dann ist dieser zu erfüllen."
"Ja aber das ist doch Schwachsinn! Vierzig Sporenfische angeln und braten. Die kann ich doch auch auf dem Markt kaufen. Und, ich mein, wofür tuen wir das eigentlich immer? man gibt uns AUfträge und nie kennen wir den Zweck."
"Du kennst den Zweck nicht? fragte Lumena überrascht.
"Nein. Das wird mir nie gesagt!" regte sich Kinoa auf.
"Du hast keinen blassen Schimmer worum es bei unserer Sache geht, oder?!" vermutete Lumena und teste sie damit an.
"Stimmt genau. Ich bin wegen euch zum Nightring gekommen. Nicht wegen eurer Sache. Ihr seid gut. Ich bin überzeugt ihr unterstützt eine gute Sache. Etwas anders wäre ja auch vollkommen unsinnig. Aber was haben vierzig Sporenfische damit zu tun?" Kinoa schütelte den Kopf und kratzte sich am Kinn.
Lumena musterte sie. Das Feuer spiegele sich in Kinoas Augen...
Sie verstand jetzt wieso Kinoa im Unwissen gelassen wurde. Kinoa war mit Herz und Seele beim Nightring. Doch ihre Prinzipien und Überzeugungen sprachen vollends gegen die Sache ihres Bundes...
-So ist es wohl besser- dachte sich Lumena und starrte zufrieden ins Feuer.
"Ach herrje, ich weiß es auch nich..."gab Lumena vor und grinste innerlich, "Lass uns schlafen gehen, es ist schon nach Mitternacht.
Ihr Ablenkungsmanöver war erfolgreich.
Nichts böses ahnendes stimmte Kinoa zu.
"Und wehe du strampelst wieder rum." warnte Kinoa.
"Dann hör du auf mich mit deinem Schwanz zu schlagen."konterte Lumena.
"Vielleicht. Aber das Schwein bleibt draußen!"
"Wie respektlos von dir, Kinoa!" scherzte Lumena und lachte sie aus.
Letzten Endes waren sie mal wieder nicht vor drei Uhr morgens im Bett...

 




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